„Im Wohnmobil entscheidet nicht der Härtegrad über den Schlaf, sondern das Maß. Eine solide Matratze in der exakt richtigen Größe schlägt jede Spitzenmatratze, die zwei Zentimeter zu breit ist.“
Vier Punkte entscheiden, welches der Modelle oben zu Ihrem Fahrzeug passt. Für das Bett zu Hause gelten andere Prioritäten, die stehen im Matratzen-Vergleich.
Erst messen, dann suchen
Messen Sie die leere Liegefläche und nicht die alte Matratze. Schaumstoff schrumpft über die Jahre, und wer die abgenutzte Auflage abmisst, bestellt regelmäßig ein bis zwei Zentimeter zu klein. Notieren Sie Breite am Kopfende, Breite am Fußende und Länge getrennt, denn französische Betten in Wohnwagen laufen zum Fußende hin fast immer schmaler zu. Passt ein rechteckiges Serienmaß, sind 130x200 und 150x200 die üblichen Kandidaten, siehe Matratzen 130x200 und Matratzen 150x200.
Wie krumm diese Maße ausfallen, zeigt ein Blick in die Grundrissdaten. promobil nennt für den Hobby De Luxe 515 UHL Einzelbetten mit 193x82 cm und ein Hubbett mit 200x129 cm, für den De Luxe 490 KMF ein Querbett mit 207x128 cm. Keines dieser Maße liegt im Regal.
Für Schrägen, Rundungen und Eckausschnitte brauchen Sie eine Manufaktur. Froli verschickt dafür kostenlos ein Schablonen-Set und eine Rastertabelle, auf der Sie die Form zentimetergenau einzeichnen und per Mail zurückschicken. Anbieter mit reinem Rechteck-Konfigurator, dazu zählen beide Betten-ABC-Sondermaße, scheiden für solche Formen aus.
Aufbauhöhe und Zuladung
Im Hubbett und im Alkoven ist die Höhe begrenzt, weil die Konstruktion sonst nicht mehr einfährt oder die Kopffreiheit verschwindet. 11 bis 13 cm sind hier die sichere Bank, 16 cm gehen nur mit Zollstock und Nachmessen. Im Heckbett und im Queensbett steht meist mehr Platz zur Verfügung.
Das zweite Limit ist das Gewicht. bett1 gibt für die BODYGUARD je nach Größe 9,5 bis 29,9 kg an, und diese Kilos fehlen bei der Zuladung. Latex- und Federkernmatratzen wiegen noch mehr und scheiden für die meisten Reisemobile schon deshalb aus. Wer Glück hat und ein Standardmaß im Fahrzeug vorfindet, hat dagegen die volle Auswahl, für 90x190 cm etwa in unserem Vergleich der 90x190-Matratzen.
Härtegrad nach Körpergewicht
Im Fahrzeug gelten dieselben Regeln wie zu Hause. Betten-ABC empfiehlt H2 für 40 bis 70 kg, H3 für 70 bis 120 kg und H4 für 110 bis 150 kg. Bei getrennten Einzelbetten bestellen Sie zwei unterschiedliche Härtegrade, wenn die Gewichte weit auseinanderliegen, denn Aufpreis kostet das bei H2 und H3 nicht. Die meistgekaufte Stufe ist H3, die besten mittelfesten Modelle stehen im H3-Vergleich.
Feuchtigkeit von unten
Stockflecken auf der Matratzenunterseite sind das häufigste Schadensbild im Wohnmobil. Die Liegefläche liegt oft auf einer geschlossenen Holzplatte über einem kalten Stauraum, und dort schlägt sich die Nachtfeuchte nieder. Abhilfe schaffen ein Tellerlattenrost oder eine Unterlüftungsmatte, ein Kern mit offenporiger Zellstruktur und die Angewohnheit, die Matratze morgens hochzustellen. Ein Bezug, der sich abnehmen und bei 60 Grad waschen lässt, ist im Fahrzeug kein Luxus.
Reicht auch ein Topper?
Hat die Serienmatratze das richtige Maß und ist nur zu hart, ist ein zugeschnittener Topper die günstigere Antwort. Vier bis sieben Zentimeter Aufbau kommen dann allerdings dazu, was im Hubbett die Kopffreiheit kostet. Passende Modelle stehen im Vergleich der Topper für Wohnmobil und Wohnwagen.
Und wenn nicht das eingebaute Bett gemeint ist, sondern der Schlafplatz im Zelt oder im Vorzelt daneben, gehört die Suche in den Campingmatratzen-Vergleich. Und für die Anreise im Auto oder Flugzeug gibt es den Reise-Nackenkissen-Vergleich. Für den Schlafplatz ohne festes Bett ist oft eine Klappmatratze die praktischere Lösung.