Aktuelle Matratzen-Angebote – bis zu 40 % Rabatt auf ausgewählte Marken.
Pflege & Reinigung

Matratze reinigen: Flecken und Gerüche richtig behandeln

Blutflecken, Uringeruch oder gelbe Ränder: Mit den richtigen Hausmitteln und etwas Natron reinigen Sie Ihre Matratze schonend, ohne den Kern zu durchnässen. Wir zeigen, was bei welchem Fleck wirklich hilft.

Ina Ina · · 9 Min. Lesezeit
Matratze reinigen: Flecken und Gerüche richtig behandeln
Ina / Sleep Magazine

Eine Matratze reinigen Sie in drei Schritten: gründlich absaugen, frische Flecken sofort mit kaltem Wasser und dem passenden Hausmittel behandeln und die Matratze anschließend vollständig trocknen lassen. Wer sie zusätzlich alle paar Monate wendet und morgens kurz auslüftet, hält Milben, Gerüche und gelbe Ränder dauerhaft in Schach. Entscheidend ist dabei vor allem eines: so wenig Feuchtigkeit wie möglich in den Kern bringen. Ein durchnässter Schaumkern trocknet kaum wieder und beginnt zu schimmeln.

Fleckenart Erste Hilfe Bewährtes Hausmittel
Blut Kalt betupfen, nie warm Natronpaste oder Salzwasser
Urin Aufsaugen, kalt nachtupfen Enzymreiniger, danach Natron
Schweiß, gelbe Ränder Feucht abtupfen Natron oder verdünntes Wasserstoffperoxid
Kaffee, Rotwein Kalt betupfen Mineralwasser, dann Gallseife
Geruch allgemein Auslüften Natron über Nacht einwirken lassen

Regelmäßige Pflege ist die halbe Miete

Die beste Reinigung ist die, die Sie sich sparen. Saugen Sie die Matratze alle paar Wochen mit der Polsterdüse ab, das entfernt Hautschuppen und den Staub, von dem sich Milben ernähren. Ist der Bezug abnehmbar, waschen Sie ihn nach Pflegeetikett, meist bei 40 oder 60 Grad. Schlagen Sie die Bettdecke morgens zurück und lüften Sie das Zimmer, damit die nächtliche Feuchtigkeit entweichen kann, statt in den Kern zu ziehen.

Wenden und drehen Sie die Matratze alle ein bis drei Monate, also Kopf gegen Fuß und, wo vorhanden, die Sommer- gegen die Winterseite. Das beugt Kuhlen vor und verteilt die Belastung. Am meisten Arbeit erspart Ihnen ein waschbarer Matratzenschoner oder ein Topper: Er fängt Schweiß und Feuchtigkeit ab und wandert einfach in die Waschmaschine, während die Matratze sauber bleibt.

Concord Select Memory Plus Viscoschaumtopper
Unsere Empfehlung

Concord Select Memory Plus Viscoschaumtopper

Der Concord Select Memory Plus ist ein 7 cm hoher Viscoschaumtopper mit RG-30-Kern und waschbarem Bezug für druckempfindliche Rücken- und…

7,8/10
ab 99,90 €
Zum Angebot → Anzeige

Flecken aus der Matratze entfernen: die Grundregeln

Für alle Fleckenarten gelten dieselben Grundsätze, unabhängig vom Hausmittel:

Schnell handeln. Ein frischer Fleck geht fast immer heraus, ein eingetrockneter selten vollständig.
Kalt arbeiten. Eiweißhaltige Flecken wie Blut und Urin gerinnen bei Wärme und setzen sich dann erst recht fest.
Von außen nach innen. So verhindern Sie unschöne Ränder.
Tupfen statt reiben. Reiben drückt den Schmutz nur tiefer in die Fasern.
Sparsam mit Flüssigkeit. Lieber mehrfach leicht befeuchten als einmal durchnässen.
Erst testen. Prüfen Sie jedes Mittel an einer verdeckten Stelle, bevor Sie loslegen.

Blutflecken aus der Matratze entfernen

Blut enthält Hämoglobin, ein Eiweiß, das bei Temperaturen über etwa 40 Grad gerinnt und sich fest mit der Faser verbindet. Deshalb gilt bei Blut die eiserne Regel: ausschließlich kaltes Wasser, niemals warmes. Einen frischen Fleck betupfen Sie mit kaltem Wasser und saugen ihn mit einem Tuch wieder auf, das wiederholen Sie so lange, bis nichts mehr nachfärbt.

Bei eingetrocknetem Blut hilft Natron: Rühren Sie eine Paste aus Natron und wenig kaltem Wasser an, tragen Sie sie auf, lassen Sie sie rund 30 Minuten einwirken und bürsten oder saugen Sie den Rest ab. Das leicht alkalische Natron löst das Eiweiß und zieht es beim Trocknen nach außen. Alternativen sind Salzwasser oder, nur auf hellen Bezügen, verdünntes Wasserstoffperoxid aus der Apotheke. Ganz hartnäckige Fälle knacken Sie mit einem Enzymreiniger, der Eiweiß gezielt abbaut.

Urin in der Matratze: Was hilft wirklich?

Urin ist der Klassiker bei Kindern und Haustieren und muss schnell weg, sonst bleiben Geruch und Ränder. Saugen Sie die Flüssigkeit sofort mit Küchenpapier oder einem Handtuch auf, drücken Sie dabei, statt zu reiben. Danach kalt nachtupfen. Gegen die typischen Bakterien und den Geruch führt an einem Enzymreiniger kaum ein Weg vorbei: Er baut Harnstoff und Harnsäure ab, statt den Geruch nur zu überdecken.

Verdünnter Essig und Zitronensäure überdecken den Geruch dagegen allenfalls kurz: Beim Trocknen bleiben Harnsäurekristalle in der Faser, und sobald Feuchtigkeit dazukommt, riecht es wieder. Streuen Sie nach der Enzymbehandlung Natron auf, lassen Sie es trocknen und saugen Sie es ab. Eingetrockneter Urin hinterlässt gelbliche Ränder und einen strengen Geruch, der sich nur enzymatisch wirklich lösen lässt. Wichtig in jedem Fall: die Stelle danach vollständig durchtrocknen lassen.

Gelbe Flecken und Schweißränder entfernen

Gelbe Flecken stammen meist von Schweiß, genauer von Salzen, Eiweiß und Fett, die mit der Zeit oxidieren. Seltener steckt alter Urin dahinter. Gesundheitlich sind sie harmlos, schön sind sie nicht. Frische Ränder behandeln Sie mit einer Paste aus Natron und wenig Wasser. Bei hartnäckigen Verfärbungen wirkt eine Mischung aus Wasserstoffperoxid, Natron und einem Tropfen Spülmittel: auftragen, einwirken lassen, feucht abtupfen.

Vorbeugen ist auch hier einfacher als Entfernen. Ein Matratzenschoner und regelmäßiges Lüften halten den Schweiß von der Matratze fern. Sehr alte, tief eingezogene gelbe Flecken bekommen Sie oft nicht mehr ganz heraus, dann bleibt nur, sie hell aufzufrischen und mit einem Schoner zu kaschieren.

Natron oder Backpulver: Was reinigt die Matratze besser?

Natron, also Natriumhydrogencarbonat, ist das vielseitigste Mittel im Schrank: Es bindet Feuchtigkeit, neutralisiert Gerüche und löst als leicht alkalische Paste Eiweißflecken. Backpulver enthält Natron plus ein Säuerungsmittel und wirkt ähnlich, aber schwächer. Für reine Geruchs- und Feuchtigkeitsbehandlung ist pures Natron die bessere Wahl.

Als Trockenreinigung streuen Sie Natron großzügig auf die Matratze, lassen es mehrere Stunden, idealerweise über Nacht, einwirken und saugen es danach gründlich ab. Gegen Flecken rühren Sie es mit wenig kaltem Wasser zu einer Paste an, tragen sie auf, lassen sie trocknen und bürsten sie ab. Ein Punkt ist wichtig: Saugen Sie das Pulver restlos wieder ab, denn Rückstände können die Haut reizen.

Gerüche aus der Matratze entfernen

Hinter muffigem Geruch stecken fast immer Schweiß, Restfeuchte oder abgestandene Luft. Die erste Maßnahme ist deshalb immer Lüften: Matratze aufstellen, Fenster öffnen, bei gutem Wetter ein paar Stunden ans offene Fenster oder in die Sonne. UV-Licht wirkt keimreduzierend, allerdings sollten Latex- und Schaummatratzen nicht stundenlang in der prallen Sonne liegen, das lässt das Material schneller altern.

Natron über Nacht bindet Gerüche zuverlässig und ist bei fast jeder Ursache die richtige Wahl. Der leichte Eigengeruch neuer Matratzen verfliegt nach einigen Tagen konsequenten Lüftens von allein. Nur bei hartnäckigem Uringeruch reicht Natron nicht, hier hilft ausschließlich ein Enzymreiniger.

Dampfreiniger für die Matratze: nur mit Vorsicht

Ein Dampfreiniger liegt nahe, ist bei Matratzen aber heikel. Der heiße Dampf bringt viel Feuchtigkeit in ein Material, das nur schwer wieder trocknet, allen voran Kaltschaum, Visco und Latex. Bleibt Restfeuchte im Kern, ist Schimmel programmiert. Und heißer Dampf lässt Eiweißflecken wie Blut erst recht gerinnen.

Wenn Dampfreiniger, dann nur kurz und mit etwas Abstand über die Oberfläche, sparsam und mit anschließend gründlicher Trocknung über Stunden, bevor Sie die Matratze wieder beziehen. Bei gut belüfteten Federkern- und Taschenfederkernmatratzen ist das eher vertretbar als bei Vollschaum. Milben tötet die Hitze zwar ab, ihr Kot als eigentliches Allergen bleibt jedoch und muss abgesaugt werden. Für die meisten Matratzen sind Absaugen und Natron die sicherere Wahl.

Milben und Milbenschutz

Hausstaubmilben leben in jeder Matratze, das ist normal und kein Zeichen mangelnder Sauberkeit. Sie ernähren sich von Hautschuppen und fühlen sich bei rund 25 Grad und 65 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit am wohlsten. Zum Problem werden sie nur für Allergiker, und zwar über ihren Kot, der die eigentlichen Allergene enthält. Die Belastung senken Sie so:

Raumklima trocken halten. Unter etwa 50 Prozent Luftfeuchte überleben die meisten Milben nicht. Regelmäßig stoßlüften und das Schlafzimmer eher kühl halten, 18 bis 20 Grad sind ideal.
Bettwäsche heiß waschen. Alle ein bis zwei Wochen bei 60 Grad.
Matratze absaugen und lüften. Das entfernt Nahrung und Milbenkot.
Für Allergiker: Encasing. Ein milbendichter Zwischenbezug trennt Sie von den Milben und ist die von Allergologen am häufigsten empfohlene Maßnahme. Viele Modelle sind nach OEKO-TEX schadstoffgeprüft.

Milben ganz auszurotten ist weder möglich noch nötig. Es geht darum, ihre Zahl und ihren Kot niedrig zu halten.

Schimmel auf der Matratze

Schimmel entsteht durch Feuchtigkeit, die nicht entweichen kann, etwa wenn die Matratze ohne Lattenrost auf dem Boden liegt, im geschlossenen Bettkasten steckt oder nach einer Nassreinigung nicht durchtrocknet. Kleine, oberflächliche Stockflecken lassen sich mit hochprozentigem Alkohol ab 70 Prozent betupfen. Tragen Sie dabei Handschuhe und eine Feinstaubmaske mindestens der Klasse P2, und versuchen Sie das nur bei kleinen Flächen bis etwa einem halben Quadratmeter. Sitzt der Schimmel tief im Kern, hilft nur der Austausch, denn die Sporen sind gesundheitlich bedenklich und nicht zuverlässig zu entfernen. Vorbeugen heißt: immer einen luftdurchlässigen Lattenrost nutzen, nach jeder feuchten Reinigung vollständig trocknen und das Schlafzimmer regelmäßig lüften.

Wann sich Reinigen nicht mehr lohnt

Manche Flecken und Gerüche bekommen Sie nicht mehr heraus, und nach etwa acht bis zehn Jahren hat eine Matratze ihre Stützkraft ohnehin verloren. Tief eingezogener Schimmel, durchgelegene Kuhlen oder bleibender Uringeruch sind gute Gründe für ein neues Modell. Die alte Matratze gehört nicht in den Hausmüll: Wertstoffhöfe und die Sperrmüllabholung nehmen sie an, viele Händler holen sie bei Lieferung einer neuen kostenlos ab. Welcher Härtegrad zu Ihnen passt, klären Sie am besten vorab. Die Modelle mit den besten Testergebnissen stellen wir in unserem Vergleich der besten Matratzen vor, einen vollständigen Überblick über aktuelle Modelle bietet unsere Übersicht der Matratzen.

TEMPUR PRO SmartCool Matratze
Unsere Empfehlung

TEMPUR PRO SmartCool Matratze

Aktuelles Flaggschiff von TEMPUR mit Adapt-Viskoschaum und kühlendem SmartCool-Bezug, für Schläfer mit dem Wunsch nach maximaler Druckentlastung.

9,0/10
ab 1.948 €
Zum Angebot → Anzeige

Häufige Fragen

Wie oft sollte man eine Matratze reinigen?
Absaugen und lüften idealerweise alle paar Wochen, eine gründliche Natronbehandlung zwei- bis dreimal im Jahr. Flecken behandeln Sie immer sofort, solange sie frisch sind.

Darf man eine Matratze mit Wasser reinigen?
Nur sparsam und oberflächlich. Ein durchnässter Schaumkern trocknet kaum wieder und schimmelt. Tupfen Sie statt zu tränken und lassen Sie die Stelle danach vollständig trocknen.

Womit entfernt man gelbe Flecken am besten?
Mit einer Paste aus Natron und wenig Wasser, bei hartnäckigen Rändern mit verdünntem Wasserstoffperoxid. Frische Schweißränder gehen deutlich leichter heraus als alte.

Hilft ein Dampfreiniger gegen Milben?
Die Hitze tötet Milben ab, ihr Kot als eigentliches Allergen bleibt aber und muss abgesaugt werden. Wegen der Feuchtigkeit ist Dampf bei Schaummatratzen riskant, ein trockenes Raumklima und regelmäßiges Absaugen bringen meist mehr.

Wie trocknet die Matratze nach dem Reinigen am schnellsten?
Hochkant aufstellen, Fenster öffnen und für Luftzug sorgen, notfalls mit einem Ventilator. Direkte starke Hitze von Heizung oder Fön vermeiden, das schadet dem Material.

Unser Fazit

Die wirksamste Matratzenpflege ist trocken: absaugen, lüften, wenden und Flecken sofort mit kaltem Wasser und Natron behandeln. Verzichten Sie auf viel Wasser und heißen Dampf, denn Restfeuchte im Kern ist der häufigste Grund für Schimmel und bleibende Gerüche. Ein waschbarer Matratzenschoner oder Topper nimmt Ihnen die meiste Arbeit ab, weil er Schweiß und Feuchtigkeit abfängt, bevor sie überhaupt die Matratze erreichen.

Ina
Redakteurin

Ina schreibt und redigiert seit zwei Jahren für Sleep Magazine: zuerst für die französische Ausgabe sleepmagazine.fr, inzwischen auch für die deutsche Redaktion. In dieser Zeit hat sie Dutzende Marken und Hunderte Bettwaren ausgewertet, von Matratzen und Toppern bis zu Kissen und Bettdecken. Für jeden Vergleich prüft sie die Datenblätter, stellt Preise und Größen über die Händler hinweg gegenüber und liest die veröffentlichten Ergebnisse der Prüfinstitute.

Alle Beiträge von Ina →

Weitere Artikel

Auch interessant
Alle Ratgeber-Artikel ansehen →