„In 100x200 scheitert die Auswahl selten am Budget und fast immer an der Verfügbarkeit. Klären Sie zuerst, ob Ihr Wunschmodell diese Breite überhaupt führt, und danach den Härtegrad.“
Wann sich die Breite 100 x 200 lohnt
Ein Bett-Topper in 100x200 bedient zwei Gruppen. Die eine schläft allein auf einem Komfort-Einzelbett und will die zehn Zentimeter mehr Schulterfreiheit, die 90x200 nicht hergibt; wer zwischen den Maßen schwankt, vergleicht vorher die Topper in 90x200 und die Topper in 120x200. Die andere Gruppe teilt sich ein 200x200-Bett aus zwei Einzelmatratzen und rüstet jede Seite getrennt auf, sodass beide Partner ihren eigenen Härtegrad bekommen. Steht ohnehin ein Neukauf an, lohnt der Blick auf die Matratzen in 100x200, denn eine passende Matratze schlägt jede Auflage.
Das Material bestimmt das Liegegefühl
Vier Kerne teilen den Markt unter sich auf. Naturlatex federt zurück, bleibt punktelastisch und hält lange, ist dafür das schwerste Material und in dieser Breite selten unter 300 € zu haben. Gelschaum kühlt am besten und liegt preislich in der Mitte. Viscoschaum sinkt unter Körperwärme tief ein und macht eine harte Matratze am spürbarsten weicher, staut dafür Wärme. Kaltschaum bleibt die neutrale Allzwecklösung, atmungsaktiv und meist mit dem günstigsten Bio-Bezug zu haben. Wer sich auf ein Material festlegen möchte, findet die Modelle nach Kern sortiert unter Naturlatex-Topper, Gelschaum-Topper, Visco-Topper und Kaltschaum-Topper.
Der Härtegrad richtet sich nach dem Körpergewicht
Die Bettbreite sagt nichts über die passende Festigkeit. Ravensberger staffelt seine Topper nach Gewicht, mit H2 bis etwa 80 kg, H3 ab etwa 80 kg und H4 ab etwa 110 kg. Wiegen Sie mehr, sinkt ein weicher Viscotopper durch und die Stützwirkung der Matratze darunter verpufft. Wiegen Sie weniger, liegt ein fester Latexkern schnell hart an Schulter und Hüfte. Auf einem Boxspringbett gibt die Federkernbasis ohnehin schon nach, welche Auflagen dort taugen, steht im Vergleich der Topper für Boxspringbetten.
Aufbauhöhe und das passende Spannbettlaken
Vier bis neun Zentimeter Aufbauhöhe sind marktüblich. Flache Auflagen um vier Zentimeter schützen vor allem die Matratze und korrigieren wenig, ab etwa sieben Zentimetern ändert sich das Liegegefühl deutlich. Rechnen Sie die Höhe zur Matratze dazu, bevor Sie ein ohnehin hohes Bett noch höher machen. Und planen Sie ein eigenes Topper-Spannbetttuch in 100x200 ein, das mit 10 bis 15 cm Steghöhe angeboten wird. Ein normales Laken spannt sonst über Matratze und Auflage zugleich, und der Topper verrutscht bei jeder Bewegung.
Was ein Topper 100x200 kostet
Die Spanne reicht von rund 80 € bis über 700 €. Der Aufschlag gegenüber 90x200 fällt kleiner aus, als viele erwarten. Emma verlangt für den Original Topper 150 € in 90x200 und 180 € in 100x200, Ravensberger für den Natura-LUX 289 € in 80x200 und 329 € in 100x200. Bei TEMPUR kostet die Einzelbettbreite 100x200 sogar exakt so viel wie 90x200. Angebote deutlich unter 60 € stammen fast immer von namenlosen Marktplatzanbietern. Achten Sie dort auf drei Angaben, die seriöse Hersteller nennen: Raumgewicht des Kerns, Waschtemperatur des Bezugs und eine klare Rückgaberegelung. Fehlt das Raumgewicht, fehlt meist auch die Haltbarkeit. Einen Überblick über alle Größen und Materialien gibt der große Matratzentopper-Vergleich.