„Der Liegekomfort steht bei einer Babymatratze weit hinten. Entscheidend sind eine feste, luftdurchlässige Liegefläche und ein Bezug, den Sie abnehmen und heiß waschen können.“
Erst die Größe, dann alles andere
Babybetten und fast alle Reisebetten haben 60x120, Beistellbetten und Wiegen meist kleinere Maße wie 40x90. Welche Matratze in welches Beistellbett von babybay passt, zeigt unser Vergleich der babybay-Matratzen. Kinderbetten, die vom ersten Tag bis in die Kindergartenzeit reichen sollen, messen 70x140, und auch Juniorbetten gibt es meist in 70x140 oder 70x160. Ein Bett in 90x200 folgt in der Regel erst mit dem Schulalter. Nach Maß sortiert finden Sie die Modelle im Vergleich der Matratzen 60x120 und der Matratzen 70x140.
Passform und Höhe im Gitterbett
Zwischen Matratze und Gitter darf nur ein schmaler Spalt bleiben, in dem sich weder Arm noch Bein verfangen. Die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) nennt in ihrer Checkliste zu Gitterbetten nach EN 716 höchstens 3 cm. Dieselbe Checkliste verlangt, dass das Gitter in der untersten Stellung des Bettbodens mindestens 50 cm und in der obersten mindestens 20 cm über die Matratze hinausreicht. Eine dicke Matratze frisst diese Höhe auf, deshalb geben Bettenhersteller eine Höchstdicke an, oft 10 cm. Prüfen Sie diesen Wert in der Anleitung Ihres Bettes, bevor Sie bestellen. Über 10 cm liegen in dieser Liste die Emma Kindermatratze, die Träumeland Brise und die BeCo Kaja mit je 11 cm sowie die Vertbaudet-Matratze mit Passerelle-Bezug mit 12 cm.
Woran Sie eine sichere Liegefläche erkennen
Ein Baby darf kaum einsinken, weil eine Mulde Mund und Nase verschließen kann. Die Kindermatratzen-Norm DIN EN 16890 prüft die Härte deshalb mit einer Kugellast, die die Einsinktiefe misst. Kalt- und Komfortschaumkerne mit hohem Raumgewicht sowie latexierte Kokoskerne erfüllen das, weiche Visco- oder Gelauflagen haben im Babybett nichts zu suchen. Bei Wendematratzen gilt die Babyseite des Herstellers, wenn er die Prüfung nach DIN EN 16890 nennt. Fehlt dieser Nachweis, raten wir im ersten Lebensjahr zur festeren Seite.
Drei Details entscheiden über die Sicherheit im Alltag. Eine feste Trittkante hält den Rand stabil, sobald sich Ihr Kind am Gitter hochzieht. Der Bezug gehört abnehmbar und bei 60 °C waschbar, was bei den meisten Modellen hier Standard ist. Und der Reißverschluss liegt unter einer Abdeckung oder hat keinen greifbaren Schieber.
Schaum, Kokos oder Naturkautschuk
Die meisten Babymatratzen bestehen aus Kalt- oder Komfortschaum, und das ist keine Notlösung, denn diese Kerne sind leicht, formstabil und lassen sich mit Luftkanälen gut durchlüften. Wer Naturmaterialien möchte, landet bei latexierten Kokosfaserkernen, in denen Naturkautschuk die Fasern verbindet. Reiner Naturkautschuk ist im Babyformat selten, schwer und teuer, einen Sicherheitsvorteil gegenüber einem festen Schaumkern bringt er nicht. Achten Sie bei Naturprodukten auf ein Latexsiegel wie QUL oder GOLS und auf kbA-Baumwolle im Bezug. Was diese Siegel unterscheidet, ordnet der Naturmatratzen-Vergleich ein.
Wie lange die Matratze reicht
Hersteller rechnen mit drei bis fünf Jahren. Emma gibt ihre Kindermatratze für 0 bis 5 Jahre an, Träumeland die Brise bis etwa 25 kg, und Wendematratzen mit zwei unterschiedlich festen Seiten strecken diese Zeit. Danach folgt ein Kinder- oder Juniorbett und spätestens zur Schulzeit eine Kindermatratze in 90x200. Ein Kissen gehört im ersten Lebensjahr nicht ins Bett, ein flaches Kinderkissen frühestens ab etwa zwei Jahren, mehr dazu im Vergleich der Kinderkopfkissen.