„Der Liegekomfort steht bei einer Babymatratze weit hinten. Entscheidend sind eine feste, luftdurchlässige Liegefläche und ein Bezug, der bei 60 °C in die Waschmaschine darf.“
Erst die Größe, dann alles andere
Babybetten, Beistellbetten und praktisch jedes Reisebett arbeiten mit 60x120. Fürs Reisebett selbst gelten andere Regeln, siehe Reisebettmatratzen-Vergleich, und für den Laufstall der Laufgittermatratzen-Vergleich. Kinderbetten, die vom ersten Tag bis in die Kindergartenzeit reichen sollen, haben 70x140. Danach folgt in der Regel eine Kindermatratze in 90x200. Beide Maße sind Normgrößen, trotzdem muss die Matratze passgenau sitzen, denn zwischen Matratzenrand und Gitterstäben darf nur ein schmaler Spalt bleiben, in dem sich weder Arm noch Bein verfangen können. Wer schon weiß, welches Bett im Zimmer steht, findet die Modelle nach Maß sortiert im Vergleich zur Matratze 70x140 und zur Matratze 60x120.
Woran Sie eine sichere Liegefläche erkennen
Fest heißt hier wirklich fest. Ein Baby darf nur wenige Millimeter einsinken, weil eine Mulde die Atmung behindern kann. Kalt- und Komfortschaumkerne mit hohem Raumgewicht sowie latexierte Kokoskerne erfüllen das, weiche Visco- oder Gelauflagen haben im Babybett nichts zu suchen. Drei weitere Details entscheiden über die Sicherheit im Alltag. Eine feste Trittkante hält den Rand stabil, sobald sich ein Kind mit etwa acht bis zehn Monaten am Gitter hochzieht. Der Bezug gehört abnehmbar und bei 60 °C waschbar, weil Milch und Erbrochenes bei 40 Grad nicht zuverlässig aus dem Gewebe gehen. Und der Reißverschluss liegt entweder unter einer Abdeckung oder ist durch einen Sicherheitsverschluss ersetzt, damit kein loser Schieber im Bett landet.
Schaum, Kokos oder Naturkautschuk
Rund neun von zehn Babymatratzen bestehen aus Kalt- oder Komfortschaum, und das ist keine Notlösung, denn diese Kerne sind leicht, formstabil und lassen sich mit Luftkanälen sauber durchlüften. Wer Naturmaterialien möchte, landet bei latexierten Kokosfaserkernen, in denen Naturkautschuk die Kokosfasern verbindet. Eine Matratze aus reinem Naturkautschuk ist im Babyformat selten, schwer und teuer, und einen Sicherheitsvorteil gegenüber einem festen Schaumkern bringt sie nicht. Achten Sie bei Naturprodukten auf QUL oder GOLS für den Latexanteil und auf kbA-Baumwolle im Bezug. Für Erwachsene sortiert dieselben Siegel der Naturmatratzen-Vergleich. Wie sich Latex bei Erwachsenenmatratzen schlägt, steht im Latexmatratzen-Vergleich.
Wie lange die Matratze reicht
Zwei bis vier Jahre, danach ist sie durchgelegen oder das Kind zu groß. Wendematratzen mit weicherer Baby- und festerer Kleinkindseite strecken diese Zeit, weil Sie die Matratze nach etwa zwölf Monaten einfach umdrehen. Für das Juniorbett ab drei Jahren beginnt dann die nächste Größe, meist 90x200; passende Modelle stehen in der Matratzen-Bestenliste. Ein Kopfkissen gehört übrigens in keins dieser Betten, solange das Kind unter zwei Jahre alt ist. Ab welchem Alter ein flaches Kindermodell sinnvoll wird, klärt der Vergleich der Kinderkopfkissen.