„Eine Reisebettmatratze ersetzt die dünne Einlage des Reisebetts, sie kommt nie zusätzlich obendrauf. Wer diese eine Regel beachtet, gewinnt unterwegs viel Liegekomfort, ohne ein Risiko einzugehen.“
Die Passform entscheidet, nicht die Dicke
Standard-Reisebetten haben eine Liegefläche von 60x120 cm, und genau dieses Maß braucht die Matratze. Bleibt an einer Seite ein Spalt, entsteht eine Klemmstelle, in die ein Kind mit Arm, Bein oder Kopf geraten kann. Messen Sie das Innenmaß Ihres Bettes deshalb nach, bevor Sie bestellen, denn Modelle mit Einhang oder Wickelauflage weichen davon ab.
Vier bis sechs Zentimeter reichen
Die mitgelieferten Einlagen der geprüften Kinderreisebetten sind laut Stiftung Warentest (test 11/2025, 13 faltbare Kinderreisebetten) zwischen knapp einem und fast drei Zentimetern dick, und die Prüfer halten das für in Ordnung. Zusätzlich eingelegte, dickere Matratzen lehnen sie ausdrücklich ab, weil sie die Atmung von Babys behindern, ein Einklemmen zwischen Matratze und Netz begünstigen und Kleinkindern das Herausklettern erleichtern können.
Eine 4 bis 6 cm hohe Reisebettmatratze ist deshalb ein Austausch, kein Aufbau. Was zulässig ist, steht in der Gebrauchsanweisung des Reisebetts, und viele Hersteller nennen dort eine maximale Matratzenhöhe. Wer sie überschreitet, verringert den Abstand zwischen Liegefläche und Bettrand, und genau dieser Abstand hält ein Kleinkind im Bett.
Der Bezug bestimmt, wie hygienisch die Matratze bleibt
Unterwegs steht kein Ersatzbezug im Schrank, und Missgeschicke passieren im fremden Bett eher als zu Hause. Ein abnehmbarer Bezug ist deshalb Pflicht, die Waschtemperatur macht den Unterschied. 30 Grad reinigen oberflächlich, 40 Grad sind der Standard in dieser Kategorie, und erst 60 Grad gehen Milben und Bakterien wirklich an. Wer ein Kind mitten im Trockenwerden hat, fährt mit einem Bezug mit integriertem Nässeschutz am entspanntesten, weil der Schaumkern darunter trocken bleibt.
Was die Norm DIN EN 16890 regelt
Für Matratzen in Kinder- und Reisebetten gilt die europäische Norm DIN EN 16890. Sie verlangt unter anderem einen Sicherheitsreißverschluss ohne Zipper, damit ein Kind den Bezug nicht selbst öffnen kann, und beschreibt Prüfverfahren für Festigkeit und Materialien. Nicht jeder Anbieter erklärt sie, und wer sie nennt, gibt Ihnen einen belastbaren Anhaltspunkt.
Im ersten Lebensjahr raten wir dazu, keine zusätzliche Auflage einzulegen und bei der Matratze zu bleiben, die der Hersteller des Bettes freigibt. Für das Bett zu Hause ist eine Reisebettmatratze ohnehin die falsche Wahl, dort gehört eine 9 bis 11 cm hohe Babymatratze hinein, die auch am Rand trägt.
Reisebett mit Matratze oder beides getrennt kaufen
Komplettsets bringen Bett, Tasche und eine dünne Einlage mit, und für gelegentliche Nächte genügt das. Wer das Reisebett schon besitzt, kauft nur die Matratze nach; wer neu kauft, plant sie gleich mit ein. Für Übernachtungsbesuch älterer Kinder sind eine Klappmatratze oder eine Gästematratze die flexiblere Lösung, für den Laufstall gibt es eigene Maße und dafür eine Laufgittermatratze. Die passenden Größen fürs Kinderbett finden Sie im Vergleich der Matratzen in 60x120 und in 70x140.