„In 160x220 entscheidet sich vieles vor dem Kauf der Matratze, nämlich am Bettrahmen und am Lattenrost, die beide 220 cm Innenlänge mitbringen müssen. Messen Sie nach, bevor Sie eine Überlänge bestellen, die in kein anderes Bett passt.“
Eine durchgehende Matratze oder zwei Hälften in 80x220
160 cm Breite sind in Deutschland das klassische Doppelbett, und bis zu dieser Breite liefern die meisten Hersteller noch einen durchgehenden Kern. Das ist der Unterschied zu 180x220 oder 200x220, wo fast jeder Anbieter auf zwei Teile umstellt. Eine einteilige 160x220 hat keine Besucherritze, wiegt dafür je nach Aufbau 25 bis 35 kg und lässt sich nur zu zweit wenden oder beziehen. Zwei Matratzen in 80x220 nebeneinander drehen das Verhältnis um, denn jede Hälfte ist allein zu handhaben und jeder Partner wählt seinen eigenen Härtegrad. In der Mitte bleibt dann eine Fuge, die ein durchgehender Topper abdeckt. Die dritte Möglichkeit ist eine Partnermatratze mit zwei Kernen und getrennten Härtegraden unter einem gemeinsamen Bezug.
Was die Überlänge gegenüber 160x200 kostet
Der Aufschlag für die zwanzig Zentimeter fällt je nach Hersteller sehr unterschiedlich aus und lässt sich nicht über den Daumen schätzen. In dieser Runde reicht er von sieben bis 38 Prozent.
Prozentual legen die günstigen Kerne am stärksten zu, absolut bleibt der Abstand dort klein. Bei der KSP-500 sind es 50 €, bei der Mammut rund 317 €. Wer ohnehin in der oberen Preisklasse einkauft, zahlt für die Überlänge also spürbar mehr als jemand, der zu einem Einstiegskern greift.
Härtegrad in 160x220
Der Härtegrad hängt am Körpergewicht und nicht am Maß der Matratze. Als Richtwert gilt H2 bis etwa 80 kg, H3 bis rund 100 kg, darüber H4 oder H5. In der Überlänge schrumpft die Auswahl allerdings spürbar. Die Betten-ABC KSP-500 gibt es in 160x220 nur in H2 und H3, bei Ravensberger ist H4 in dieser Größe weder für die Struktura-MED GEL noch für die Komfort-SAN bestellbar, und die BODYGUARD hat gar keinen wählbaren Grad, sondern zwei unterschiedlich feste Liegeseiten. Alle Grade von H2 bis H5 hält in 160x220 die Mammut vor, die Partnermatratze von AM Quality sogar H1 bis H5 je Bettseite. Bei zwei Schläfern kommt die Frage dazu, ob ein gemeinsamer Grad überhaupt zu beiden passt. Welcher Grad der richtige ist, erklärt unser Ratgeber zu den Härtegraden H1 bis H5.
Lattenrost, Bettrahmen und Spannbettlaken
Betten in 160 cm Breite werden fast immer mit zwei Lattenrosten in 80 cm Breite bestückt. Für eine 160x220 brauchen Sie deshalb zwei Roste in 80x220, und die führt längst nicht jeder Händler ab Lager. Wichtiger noch ist das Bettgestell, denn die Innenlänge der meisten Rahmen ist auf 200 cm ausgelegt. Achten Sie auf die ausdrückliche Angabe einer Liegefläche von 160x220 oder auf das Wort Überlänge. Spannbettlaken in dieser Größe laufen im Handel als Übergröße, praktischer sind Stretch-Laken mit Passform 160 bis 200 x 200 bis 220 cm. Achten Sie dabei auf die Steghöhe, denn ein 26 cm hoher Kern plus Topper sprengt ein Standardlaken. Passende Auflagen stehen im Vergleich der Topper in Sondergrößen.
Wenn 200 cm Länge doch reicht
Sobald Sie auf die Überlänge verzichten können, wird die Auswahl um ein Vielfaches größer und günstiger. Dieselbe Breite in Standardlänge steht im Vergleich der Matratzen 160x200. Schmaler und breiter in derselben Länge liegen die Matratze 140x220 und die Matratze 200x220. Dazwischen liegt die 180x220, bei der fast jeder Anbieter auf zwei Kerne wechselt, und für einen einzelnen Schläfer mit Platzbedarf gibt es die 120x220. Wer zwei Einzelmatratzen nebeneinander legen möchte, findet die schmalen Überlängen im 90x220-Vergleich und im 100x220-Vergleich. Krumme Zwischenmaße sammelt die Übersicht zu Matratzen nach Maß, alle gängigen Maße erklärt der Ratgeber zu den Matratzengrößen. Die Bestenliste der Kategorie insgesamt steht im Matratzen Test.