„Die Wellenform ist bei Blackroll überall dieselbe, die passende Höhe nicht. Messen Sie den Abstand von der Ohrmuschel zur äußeren Schulterkante, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden.“
Erst die Höhe, dann das Modell
Ein geformtes Nackenkissen stützt nur, wenn Kopf und Wirbelsäule eine gerade Linie bilden. Als Faustregel dient der Abstand von der Ohrmuschel zur äußeren Schulterkante, denn wer breit gebaut ist und auf der Seite schläft, braucht mehr Höhe als ein Rückenschläfer. Blackroll deckt diese Spanne beim Plus mit vier Konfigurationen zwischen 6 und 13 cm ab, das Originalkissen liegt fest bei 11 cm. Rechnen Sie die Matratze mit ein, denn auf einer weichen Unterlage sinkt die Schulter tiefer ein und ein zu hohes Kissen kippt den Kopf nach vorn. Wie andere Hersteller diese Verstellung lösen, zeigt unser Vergleich der Nackenstützkissen.
Das Sondermaß und die Bezüge
50x30 und 60x40 cm sind keine deutschen Standardgrößen, und genau das unterschätzen viele Käufer. Ein 40x80-Bezug aus dem Schrank passt nicht, ein 40x60-Kinderbezug ebenso wenig. Blackroll liefert deshalb zu jedem Kissen einen passgenauen Bezug mit und verkauft Wechselbezüge einzeln, vom Pillow Case Original für 29,90 € bis zum Satinbezug Premium Comfort aus TENCEL Lyocell und CELLIANT-Viskose für 34,90 €. Ein zweiter Bezug im Schrank sorgt dafür, dass das Kissen auch am Waschtag bezogen bleibt.
Hygiene und Pflege
Der Schaumkern darf bei keinem Blackroll-Kissen in die Maschine, waschbar ist ausschließlich der Bezug, beim Original und beim Kids-Modell bei 40 °C, beim Premium Comfort bei 30 °C. Für Hausstauballergiker ist das die entscheidende Zahl, weil Milbenallergene erst bei 60 °C zuverlässig ausgewaschen werden. Kissen, deren Bezug bei 60 °C laufen darf, stehen in unserem Vergleich der Allergiker-Kopfkissen.
Eingewöhnung und Altersempfehlung
Die Kontur fühlt sich in den ersten Nächten fremd an, vor allem für alle, die bisher auf einem weichen Faserkissen lagen. Blackroll rechnet damit und gibt 90 Nächte zum Ausprobieren, den Rückversand trägt der Hersteller. Nutzen Sie die Zeit aus, denn nach zwei Nächten lässt sich kaum beurteilen, ob der Nacken zur Ruhe kommt. Für Kinder empfiehlt Blackroll das Kids-Modell ab vier Jahren und rät jüngeren ausdrücklich vom Kissen ab; welche flachen Modelle sonst infrage kommen, steht im Vergleich der Kinderkopfkissen.
Wann eine andere Marke besser passt
Wer die ergonomische Form gut findet, sich aber weder mit dem Sondermaß noch mit dem nicht waschbaren Kern anfreunden mag, hat Alternativen im Standardformat 40x80. Emma legt drei einzeln entnehmbare Schaumlagen in ein Kissen dieser Größe, Centa-Star kombiniert zwei Kerne mit Einlegekeilen und lässt den Bezug bei 60 °C waschen. Alle Modelle der Marke stehen im Emma Kopfkissen Vergleich, und wer beim Viscoschaum bleiben will, liest im Test der Memory-Foam-Kopfkissen weiter.