„Bei einer Matratze in 70x140 lohnt neben dem festen Kern vor allem der Blick auf den Bezug. Lässt er sich abnehmen und heiß waschen, übersteht die Matratze auch die Jahre mit auslaufenden Windeln.“
Passt die Matratze ins Bett?
Ob ein Händler das Modell Babybettmatratze, Gitterbettmatratze oder Kindermatratze nennt, ändert nichts am Maß, und manche Shops schreiben 140x70. Entscheidend ist das Innenmaß Ihres Bettrahmens. Die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) nennt in ihrer Checkliste zu Gitterbetten nach der Norm EN 716 höchstens 3 cm Abstand zwischen Matratze und Seitenteilen, damit sich weder Arm noch Bein verklemmen. Liegt die Matratze knapper an, umso besser. Dieselbe Regel gilt im Laufgitter, passende Modelle finden Sie im Laufgittermatratzen-Vergleich.
Wie hoch die Matratze sein darf
Im Gitterbett hängt an der Matratzenhöhe die Absturzsicherung. Laut derselben bfu-Checkliste muss das Gitter bei der untersten Stellung des Bettbodens mindestens 50 cm und bei der obersten mindestens 20 cm über die Matratze hinausreichen. Jeder Zentimeter Matratze geht von dieser Höhe ab, deshalb geben Bettenhersteller in der Anleitung oder per Markierung am Bett eine Höchstdicke an, in vielen Anleitungen sind es 10 cm. Prüfen Sie diesen Wert, bevor Sie eine 11- oder 12-cm-Matratze bestellen, und stellen Sie den Bettboden ganz nach unten, sobald Ihr Kind selbstständig sitzen kann. Die Modelle in dieser Liste bauen zwischen 7 und 12 cm hoch.
Fest heißt bei Kindern wirklich fest
Die Härtegrade H1 bis H5 aus dem Erwachsenensortiment gelten in 70x140 nicht. Ein Säugling kann sich aus einer Mulde nicht selbst befreien. Die Kindermatratzen-Norm DIN EN 16890 prüft die Härte deshalb mit einer Kugellast, die die Einsinktiefe misst, und auch die Stiftung Warentest testet mit einer Kugel, ob ein Säuglingskopf zu tief einsinkt. Viele Wendematratzen haben eine Baby- und eine Kleinkindseite. Nennt der Hersteller die Prüfung nach DIN EN 16890, gilt seine Angabe, welche Seite fürs Baby gedacht ist. Fehlt dieser Hinweis, raten wir im ersten Lebensjahr zur festeren Seite. Eine weichere Liegefläche kommt erst für Kleinkinder infrage.
Der Bezug entscheidet über die Lebensdauer
Im Kinderbett landet alles auf der Matratze, von der ausgelaufenen Windel bis zum Fläschchen. Ein abnehmbarer Bezug, der bei 60 °C in die Maschine darf, ist in dieser Liste deshalb der Normalfall. Lässt er sich nicht abnehmen, schützt eine waschbare Molton-Auflage die Liegefläche. Achten Sie außerdem auf einen Reißverschluss ohne greifbaren Schieber oder unter einer Abdeckung, damit ein Kleinkind den Bezug nicht selbst öffnet. Ein eingearbeiteter Nässeschutz spart die Auflage, macht die Liegefläche aber etwas wärmer.
Was die Matratze kostet
Unter 75 € beginnt das Angebot, um 100 € gibt es bereits Wendematratzen mit Luftkanälen, und ab etwa 160 € kommen Naturkerne oder Modelle mit Testurteil dazu. Gegenüber 60x120 zahlen Sie in 70x140 meist 10 bis 30 € mehr. Nach dem Kinderbett folgt meist eine Kindermatratze in 90x200, manchmal über die Zwischengrößen 70x200 oder 80x160. Wer noch das kleinere Babybett ausstattet, findet die passenden Modelle im Vergleich der Matratzen in 60x120.